FAQ

Wie und wo lebst Du, Alba Maria?
Wie ist Euer Leben in der Gemeinschaft in Brasilien?

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Ich lebe in der Gemeinschaft Terra Mirim. Hier lebe ich in Gemeinschaft mit der Natur – ich lehre und lerne gemeinsam mit allen anderen mit denen ich das Land teile, und mit vielen anderen die kommen, um in den Schamanismus initiiert zu werden und in sich selber hineinzutauchen. Ich strebe danach, meinen Alltag in einer bewussten und harmonischen Art und Weise zu leben.

Was machst Du außerhalb von Brasilien?
Wie verbringt Ihr Eure Zeit wenn Ihr auf Reisen seid?

Ich widme mich ganz dem Arbeiten und Kommunizieren mit Gruppen und Einzelnen indem ich meine Unterweisungen mit ihnen teile. Ich lerne, um mein Herz noch weiter zu öffnen und um noch höher fliegen zu können.

Was heißt es, eine initiierte Schamanin zu sein, und wie war Deine Initiation?

Schamanin zu sein ist meine Bestimmung, jedoch habe nicht ich das gewählt – ich wusste vermutlich selbst nicht einmal wie ich eine Schamanin hätte sein können. Schamane zu sein sehe ich nicht als einen Beruf oder als schlichte Verwirklichung einer Sehnsucht, sondern als etwas, das in die Sterne geschrieben wurde und das als potenziertes Atom herunterkommt, und das sich in den Tiefen unseres Seins verwurzelt. Wie ein Laserstrahl, der unsere DNA öffnet und sie im Inneren ausdehnt, und in genau diesem Moment geschieht die Initiation – ein Prozess, der ewig andauert. Meine Initiation geschah als ich geboren wurde, denn geboren wurde ich als ein schwaches und asthmatisches Kind, ich war ein sehr einsames Wesen. Erst viel später inkarnierte ich, musste mich selbst rückverwurzeln in der Wirklichkeit, und verstehen, was Leben überhaupt bedeutet, verstehen, dass ich einen Körper habe und dass ich überhaupt existiere. Ich heiratete, zog Kinder groß und öffnete mich währenddessen, um die Lehren aufnehmen zu können, die das Leben mir bot. Dann studierte ich Psychologie an der Universität und tauchte gleichzeitig ein in die schamanischen Erfahrungen in Peru, in den Andinischen Ländern, in den heiligen Tälern der Inkas.

Wer sind Deine schamanischen Schüler?

Alle, die sich selbst kennenlernen wollen, und die das Risiko auf sich nehmen, für die Geschichte ihres eigenen Lebens selber verantwortlich zu zeichnen. Das sind Menschen, die an meine Tür klopfen und um Einlass bitten, die aller gewöhnlichen Verlangen ledig sind, wie beispielsweise ‚Haben’-Wünschen statt den ‚Sein’-Wünschen. Sie kommen erfüllt von den Aussagen einer kosmischen Natur.

Was ist Deine Abstammungslinie, Alba Maria?
Wer sind Deine Meister und wer überliefert Dir Deine Lehren?

Meine Abstammungslinie ist die der Göttlichen Mutter, sie ist durch die Natur auf unserem Planeten gegenwärtig. Ich hatte viele Meister; heute habe ich Freunde, Brüder und Schwestern, die meine Meister sind. Das sind Menschen wie ich, die an ihre eigene innere Stärke glauben und die den Mut hatten, den eigenen Tod zu fühlen und zu leben. Was ich heute weiß, wird mir direkt überliefert von meiner Mutter, der Natur.

Wählt ein Schamane, wen er heilt, oder wird er als Heiler gewählt?

Ich heile niemanden. Ich biete dem Heilungsprozess eine Möglichkeit, unterstütze ihn und weise auf die Tür. Dennoch trägt jeder Mensch selbst den Schlüssel zu seiner Heilung in seinem Innern; die Entscheidung, dort in die Tür hinein zu gehen, liegt bei jedem selber, nicht bei mir. Darum obliegt die Verantwortung für Heilung – oder welches andere Wort wir auch dafür benutzen – dem Einzelnen. Heilung ist für mich ein Prozess den ich Bewusstsein nenne, das Sein im Hier und Jetzt mit 100% Präsenz.

Wie viele Jahre hast Du bereits Deinem Reisen und Dienen gewidmet?

Sehr viele… fast fühlt es sich an wie eine Ewigkeit. In diesem Körper waren es über 30 Jahre von Dienen, Einsatz und Hingabe. Zu dieser Bestimmung wurde ich geboren und ich lebe sie voller Ehre und Freude.

Was sind die Medizinen von Euch Schamanen?

Viele… Ich arbeite mit den Medizinen der Schwitzhütte (Reinigungshütte), Visionssuche, mit Stille und Meditation, Medizinpflanzen und Kraftpflanzen, im Dialog durch meine Augen und meine Stimme, durch Kunst… mit Leben und mit Tod… eine wahrhaftige Glückseligkeit.

Warum ist Deine Abstammungslinie der Göttlichen Mutter heute besonders wichtig für unsere Erde? Können wir sie auch in vergangenen Zeiten und Kulturen finden?

Mein Gefühl ist, dass unser Planet Erde heute von uns besondere Aufmerksamkeit benötigt. Bei Entscheidungen muss unsere Wahl klar sein, und sie muss in Übereinstimmung sein mit unserer Bestimmung und mit den Gaben, die wir ins Leben mitbringen. Mit der Abstammungslinie der Göttlichen Mutter, in der ich arbeite, lernen wir unsere Intuition weiterzuentwickeln, wir lernen uns selbst in der Tiefe weiter kennen, vor allem unsere Schatten und unser Licht – und wenn wir diesen Kräften in uns wirklich begegnet sind, dann können wir gänzlich unserer Bestimmung folgen. Ohne Ängste, ohne Zweifel. Unsere Arbeit erstreckt sich auf Europa, insbesondere Deutschland, England und Italien, sowie in Südamerika auf Brasilien und Peru. Aus meiner Sicht wurde dieser Dienst bereits in vielen Kulturen angeboten, wie etwa bei den Kelten in Europa, den Moches in Peru, den Sufis sowie den historischen Ländern, in denen der Schamanismus ursprünglich etabliert war.

Wie führst Du Deinen Stamm?

In meiner Art zu führen versuche ich, Jede und Jeden zu inspirieren, dass wir unsere sämtlichen Talente in die Welt bringen, um durch diesen riesigen Prozess kosmischer Solidarität unseren Dienst auf diesem Planeten zu verwirklichen.

Wie bedeutet ein Ritual mit Dir?

Es ist eine Übung in Hingabe und Liebe. Es ist die Möglichkeit, dem Göttlichen in Dir zu begegnen in seinen zahllosen Erscheinungsformen.

Warum nimmst Du Geld für Deine Arbeit?

Auch ein Schamane muss essen, braucht Kleidung, Geld zum Reisen… Geld ist ein vergleichsweise kleiner Gegenwert zum Lernerfolg. Darüber hinaus ist Geld auch ein Werkzeug das uns zeigt, wie weit wir inkarniert sind oder nicht; Geld bringt vieles von uns zum Vorschein: Urteile, Eigennützigkeit, Güte, Großzügigkeit, und vieles mehr. Die spannende Frage ist nicht, ob wir Geld haben, sondern wie wir davon Gebrauch machen. Wo ist das Problem, wenn man Geld hat – es ist doch eine wichtiges Instrument.

Was sind die größten Ängste die wir überwinden und annehmen müssen, bevor wir in die schamanische und innere Arbeit eintauchen können?

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Es gibt sehr viele unterschiedliche Ängste, es hängt ab von der Entwicklungsreise jedes einzelnen Menschen, allerdings sind zwei Ängste immer anwesend:
Die Angst vor dem Verrücktwerden und die Angst zu sterben. Ich sage immer, dass wir bereits verrückt sind, wenn wir wählen uns selbst besser kennen-zulernen inmitten einer solch chaotischen Welt.
Darüber hinaus gibt es keinen Grund, Angst zu haben vor unserem körperlichen Tod – den werden wir ohnehin erleben, ob wir wollen oder nicht.

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